
Der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) ist zutiefst betroffen vom Terroranschlag der Politsekte „Islamischer Staat (IS)“ am 14. Dezember 2025 in Sydney (Bondi Beach), bei dem jüdische Gläubige während der Feier des Chanukka-Festes ermordet und verletzt wurden.
Wir bekunden den Opfern, ihren Angehörigen und der jüdischen Gemeinschaft unsere tiefe Anteilnahme, religiöse Verbundenheit und uneingeschränkte Solidarität.
Der SCR setzt sich konsequent für die Unantastbarkeit der Menschenwürde, den Dialog, gegenseitigen Respekt und das friedliche Zusammenleben der Religionen ein. Gewalt im Namen Gottes widerspricht dem Glaubensgrundsatz aller Religionen.
Als Rat der Religionen in der Schweiz stehen wir geschlossen gegen jede Form religiös motivierten Hasses – sei es Antisemitismus, Islamfeindlichkeit oder die Abwertung anderer Glaubensgemeinschaften. Wir lassen nicht zu, dass Religion zur Spaltung der Gesellschaft missbraucht wird. Religion darf niemals als Vorwand dienen, um Menschen zu bedrohen, auszugrenzen oder zu verletzen. Im Gegenteil: Aus unseren religiösen Traditionen heraus fühlen wir uns verpflichtet, das Leben zu achten, die Würde jedes Menschen zu schützen und aktiv zum Frieden beizutragen.
Inmitten dieses entsetzlichen Leids gab es Momente der Hoffnung: die Opferbereitschaft eines muslimischen Mannes und eines jüdischen Ehepaares, die ihr eigenes Leben wagten, um Leben zu schützen, indem sie sich den Attentätern in den Weg stellten.
Wer einen unschuldigen Menschen tötet, tötet die ganze Menschheit; wer aber einem Menschen das Leben rettet, rettet die ganze Menschheit, so lesen wir sinngemäss im Talmud (Sanhedrin 4:5) und im Koran (5:32).
Die beherzten Taten eines muslimischen australischen Bürgers und eines jüdischen australischen Ehepaars zum Schutz des Lebens begründet unsere unerschütterliche Hoffnung, dass unsere Religionsgemeinschaften gemeinsam einen Frieden in Gerechtigkeit erstreben und verwirklichen können.